Wie legt man einen Verband an?
Ein Unfall kann schnell passieren, und manchmal ist es notwendig, bei Ihrem Haustier einen Verband anzulegen – zum Beispiel bei einer Verletzung an der Pfote, etwa durch Stacheldraht. Ist die Wunde nicht zu tief und nicht zu groß, können Sie eventuell selbst einen Verband anlegen. Worauf sollten Sie achten? Was sollten Sie tun oder lieber nicht tun? Und wann sollten Sie zum Tierarzt gehen?
Benötigte Materialien
Einen Verband anzulegen ist nicht immer einfach, vor allem weil Ihr Haustier nicht immer ruhig sitzen bleibt. Sorgen Sie dafür, dass Sie immer eine Verbandtasche im Haus haben, eventuell speziell für Ihr Haustier zusammengestellt. Wenn Sie Zweifel an der Schwere der Verletzung haben, gehen Sie immer zum Tierarzt!
Hat Ihr Haustier eine stark blutende Wunde, ist möglicherweise Nähen erforderlich. Auf dem Weg zum Tierarzt können Sie einen Verband anlegen, um die Blutung zu stoppen und die Wunde während des Transports sauber zu halten.
Legen Sie folgende Materialien bereit, bevor Sie Ihr Haustier verbinden:
- Desinfektionsmittel, z. B. Betadine
- Wundsalbe, z. B. Vetramil
- Wattebinde
- Sterile Mullkompressen
- Pflaster/Leukoplast
- (Selbsthaftende) Bandage, z. B. Vetrap
- Eventuell eine Schere mit stumpfen Enden
Schritt-für-Schritt: Verband anlegen
Schritt 1:
Spülen Sie die Wunde zunächst mit Wasser aus. Tupfen Sie sie vorsichtig trocken und desinfizieren Sie sie anschließend mit Betadine.
Schritt 2:
Bei einer Wunde an der Pfote legen Sie dünne Streifen Watte zwischen die Zehen, um ein Einschnüren der Zehen zu verhindern.
Schritt 3:
Legen Sie eine Mullkompresse mit etwas Vetramil oder Honiggel auf die Wunde.
Schritt 4:
Fixieren Sie die Wunde mit einer (selbsthaftenden) Bandage. Diese darf weder zu locker noch zu fest angelegt werden. Ist sie zu locker, rutscht sie ab; ist sie zu fest, kann der Verband abschnüren – mit allen möglichen Folgen!
Schritt 5:
Mit Fixierpflaster oder Leukoplast können Sie dafür sorgen, dass der Verband an Ort und Stelle bleibt.
Schritt 6:
Beim Verbinden der Pfote ist es hilfreich, unter der Pfote über dem Verband eine Schicht Leukoplast anzubringen. Das sorgt für zusätzliche Stabilität und beugt Abnutzung vor.
Achten Sie darauf, dass der Verband trocken bleibt. Wechseln Sie ihn täglich oder nach Anweisung Ihres Tierarztes. Reinigen Sie die Wunde dabei erneut, um Infektionen zu vermeiden.
Tipps zum Anlegen eines Verbandes
Hier einige Tipps, um Ihr Haustier richtig zu verbinden:
- Üben Sie das Anlegen eines Verbandes mehrmals, damit Sie im Ernstfall sicher handeln können.
- Legen Sie immer eine sterile Kompresse auf die Wunde, damit der Verband nicht an der Wunde festklebt.
- Verwenden Sie ausreichend Watte. Das sorgt für eine gleichmäßige Druckverteilung. Überlappen Sie beim Wickeln stets einen Teil der vorherigen Lage. Dasselbe gilt für die (selbsthaftende) Bandage.
- Kontrollieren Sie den Verband regelmäßig und wechseln Sie ihn rechtzeitig.
- Überprüfen Sie gelegentlich, ob sich die Wunde entzündet.
- Gehen Sie im Zweifelsfall IMMER zum Tierarzt. Auch dann, wenn Sie unsicher sind, ob Sie den Verband fachgerecht anlegen können.
- Schauen Sie sich bei Bedarf im Internet Anleitungsvideos an – dort finden Sie viele hilfreiche Erklärungen.
Zum Schluss
Die Gesundheit Ihres Haustieres ist äußerst wichtig. Es ist daher immer ratsam, Ihren Tierarzt zu konsultieren, wenn Ihr Haustier eine Wunde hat. Der Tierarzt kann einschätzen, ob Infektionsrisiken oder andere tiefer liegende Probleme bestehen.
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